Am Samstag den 19.05.2012 ist kein Training möglich.

Alle Interessierten, die über Hallenöffnungszeiten am Wochenende bzw. über das (Erwachsenen-/Hobby-)Training am Wochenende per Email informiert werden wollen, können sich über: nbb.training@googlemail.com bei Christoph Deleye melden.
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Ein Duell auf Augenhöhe und das doppelte Auswärtsspiel

Die zweite Mannschaft des TSV Neubiberg/Ottobrunn bestritt am letzten Wochenende erfolgreich ihr erstes Auswärtsspielwochenende der Saison 2010/2011.

Jetzt konnte er endlich wieder lachen. Benjamin Placzek nahm einen großen Schluck Prosecco aus seinem Plastikbecher und freute sich mit seinen Mannschaftskollegen über ein erfolgreiches Spielwochenende. Vier weitere Punkte aus zwei Spielen, folglich eine perfekte Quote, standen auf der Habenseite in der aktuellen Tabelle der Regionalliga Südost Süd. Gleichbedeutend mit der Tabellenführung bei drei Siegen im dritten Spiel vor dem TV Dillingen. 

Dabei hatte die Reserve des Badmintonbundesligisten unter der Woche noch mit zwei Nackenschlägen zu kämpfen. Mannschaftsführerin und Diplomsozialpädagogin Verena Roth prellte sich im Wochenverlauf bei einem Arbeitsunfall die Schulter, somit blieb ihr der Einsatz in ihrer Mannschaft verwehrt. Für sie sprang bereitwillig Mona Emrich ein. Ebenso laborierte Benjamin Placzek mit einer Verletzung. Eine Endzündung im Mittelfußbereich verbunden mit dortigen Wassereinlagerungen führte zu Schmerzen bei fast jedem Schritt. Trotzdem wollte und konnte die Mannschaft nicht auf ihn verzichten, da mit Michael Hauber bereits ein weiterer Stammspieler wegen einer Konferenz in Berlin nicht zur Verfügung stand.

Am Samstag trat die Mannschaft in der Halle des VFB Friedrichshafen an. Der Aufsteiger hatte sein erstes Meisterschaftsspiel, wie auch der TSV 2, mit 7:1 gewinnen können. VFB-Mannschaftsführer sprach dementsprechend bei der freundlichen Begrüßung von einem „Duell auf Augenhöhe“. Waren es hellseherische Fähigkeiten oder einfach nur der Blick auf die Tabelle? Auf jeden Fall hatte dieses Spiel im Nachhinein betrachtet diese Vorschusslorbeerenkrone verdient. Während unser „Mütter-Doppel“ Maria Kizil und Mona Emrich mit einem guten ersten Satz den Grundstein für den ersten Punkt legten, wurde das erste Herrendoppel (Placzek/Krupitz) im ersten Satz von den „Häflern“ auf dem falschen Bein erwischt und mussten mit 9:21 den ersten Durchgang abgeben. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie enger da die Neubiberger ihrer sonstige starke Linie wiederfanden. Nach der Abwehr von zwei Matchbällen konnte Placzek und Krupitz den Satz für sich entscheiden. Trotz der Abwehr von einem Satzball gewannen parallel zu dem Herrendoppel die Damen auch den zweiten Satz und brachten den erhofften 1:0 Zwischenstand aus Sicht des TSV Neubiberg.  Der dritte Durchgang im ersten Herrendoppel blieb ein sehenswerter Schlagabtausch beider Doppelpaarungen. Zum Schluss war es das Glück verbunden mit der Schlagpräzision der beiden Akteure des VFB Friedrichshafen welche für den Ausgleich sorgten. Das zweite Herrendoppel mit Felix Künzer und Stephan Schindler hatten beim 21:10 und 21:9 gegen die Paarung Lucyga/Hagemeister weniger Probleme den nächsten Punkt einzufahren. Das Dameneinzel durch Maria Kizil war dann wieder ein sehr knappes Spiel, im dritten Satz nach einem Rückstand von 10:15 konnte sie den Matchball gegen zum 21:19 verwandeln. 3:1 lautete somit der Zwischenstand. Benjamin Placzek musste im ersten Herreneinzel nach verlorenen ersten Satz seinem Gegner und seinen Schmerzen Tribut zollen und gab beim Stand von 2:5 auf. Das Mixed mit Mona Emrich und Felix Künzer konnte nur im dritten Satz seiner Favoritenrolle gerecht werden und holte nach einem schwächeren Spiel das 4:2. Somit war den Neubibergern ein Punkt sicher, aber Stephan Schindler und Markus Krupitz sollten in ihren ausstehenden Einzeln die Möglichkeit haben einen Auswärtssieg zu erringen. Schindler musste in seinem zweiten Einzel über die volle Distanz von drei Sätzen gehen. Im Entscheidungssatz sah der angehende Sport-und Religionslehrer sich einem furios aufspielenden Tobias Arenz gegenüber, welcher annähernd in jedem Ballwechsel auf die Angriffe eine passende Antwort fand. Entweder war es also der fehlende göttliche Beistand oder Schindlers Art von Nächstenliebe die ihn nicht als Verlierer sondern eher als zweiter Gewinner vom Court gehen ließ. 4:3 lautete der momentane Zwischenstand. Der Architekt Markus Krupitz konnte im letzten Spiel die Führung nach seinen Vorstellungen ausbauen und machte mit einem knappen Zweisatzsieg den Auswärtssieg perfekt. Krupitz, bekennender Gourmet und Italienfan, spendierte der Mannschaft zu dem gelungenen Auftritt einen Edel-Prosecco und rundete damit den Nahmittag am Bodensee mehr als positiv ab.

Am Sonntag stand das Auswärtsspiel gegen die TSG Augsburg an. Da die Stadtverwaltung die eigentliche Spielhalle der Fuggerstädter bereits vergeben hatte wurde der Spieltag in die Sporthalle Haunstetten verlegt. So wurde der TSG der Heimvorteil genommen und das Team sah sich den neuen Gegebenheiten einer unbekannten Spielhalle gegenüber konfrontiert. Die Neubiberger Mannschaft trat in der gleichen Konstellation wie am erfolgreichen Vortag an. Lediglich wechselten Placzek und Künzer aus taktischen Gründen ihre Positionen im ersten Einzel sowie im Mixed. Die ersten drei Spiele wurden jeweils in zwei Sätzen gewonnen. Während das Damendoppel mit Maria Kizil und Mona Emrich gegen Hornauer/Miller leichtes Spiel hatte, waren die Herrendoppel knapper. Im zweiten Herrendoppel mussten Felix Künzer und Stephan Schindler auch einen Satzball gegen die Augsburger Knoll/Unverdorben abwehren. Trotzdem stand es nach den drei Spielen 3:0 für die Neubiberger. Unter den Augen der mit angereisten verletzten Mannschaftsführerin Verena Roth holte Maria Kizil im Dameneinzel nach umkämpften drei Sätzen den vierten Punkt. Markus Krupitz konnte im nebenan laufenden dritten Einzel seine Leistung vom Vortag nicht wiederholen und unterlag im dritten Einzel Robin Fiedler in zwei Sätzen. Den entscheidenden fünften Punkt sicherte dieses Mal Stephan Schindler, welcher diesmal in zwei denkbar engen Sätzen gegen Unverdorben die Oberhand behielt. Felix Künzer konnte kurz darauf den sechsten Punkt im ersten Einzel gegen Knoll im dritten Satz einfahren. Als letztes stand das Mixed auf dem Spielplan. Der angeschlagene Benjamin Placzek trat an der Seite von Mona Emrich gegen die Augsburger Paarung Dittl/Hamm an. Zunächst konnten beide Paarungen das Spiel offen gestalten. Im Spielverlauf nahmen Dittl/Hamm nach und nach das Heft in die Hand und konnten die Partie sicher für sich entscheiden. Mit Schmerzen ging Placzek vom Platz und fand sein Lächeln erst beim Siegerprosecco von Markus Krupitz wieder. Ob es nur am Edelprosecco oder doch an dem erfolgreichen Spielwochenende lag, bleibt aber noch zu klären.

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